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08.12.2013

Kleiner ökologischer Rückblick 2013


Wieso verzichten Menschen freiwillig auf etwas?

In der heutigen Zeit des schnellen und günstigen Konsums sind die alltäglichen Dinge schnell gekauft, oftmals ohne drüber nachzudenken – kostet ja kaum was. Ob es bei den Lebensmitteln ist, hier zählt Deutschland zu den günstigsten Ländern in Europa. Kleidung wird seit Jahren dank H&M und Primark immer günstiger. Kosmetik von der drogerieeigenen Linie kostet meist nur ein paar Cent oder nur wenige Euros. Wieso also auf etwas verzichten, wenn man alles haben kann?

In 2013 habe ich schon viel ausprobiert: Zu Beginn des Jahres kaufte ich fast schon ausschließlich Naturkosmetik und wenn ein konventionelles Produkt leer wurde, ersetzte ich es generell in Naturkosmetikqualität. Viele meiner Freundinnen fand das schon beengend, gibt es einiges nicht in Naturkosmetikqualität, so wie Hitzeschutzsprays, Nagellackentferner usw. Je mehr ich mich jedoch mit den Auswirkungen verschiedener Stoffe, die für konventionelle Kosmetik zugelassen ist, beschäftigte, umso mehr würde mir bewusst, was ich meinem Körper antat. Gehen wir einen typischen Morgen gedanklich durch, so haben wir schon einiges an Produkten aufgetragen: Duschgel, Shampoo, Spülung, Rasierschaum, Bodylotion, Reinigung für das Gesicht, Toner, Gesichtscreme, Augencreme, Make-up sowie weitere dekorative Kosmetik, Deo, Zahncreme… Die Anzahl an aufgetragenen Chemikalien geht hier in den dreistelligen Bereich. Es beruhigte mich, dass viele karzinogene Stoffe aus konventioneller Kosmetik in der Naturkosmetik verboten sind (Vieles wird jedoch grün gewaschen, hier also auf die Logos achten).

In der zweiten Jahreshälfte begann ich Kosmetik selbst zu machen, von der Seife, übers Peeling, über Bodylotion. Hier konnte ich genau entscheiden, was ich auf mich auftrage. Toll! Die Zutaten konnte ich aus zertifiziertem Anbau erwerben, alles bio, wenn möglich Fair Trade, das meiste sogar essbar. In Zukunft kann ich euch einige tolle Rezepte verraten.
Wieso ich das alles tu? Um Gefahren abzuwenden und meinem Körper mehr Respekt entgegenzubringen. Viele Stoffe aus konventioneller Kosmetik sollten, in meinen Augen, ganzheitlich vermieden werden.



In Bezug auf Kleidung habe ich gemerkt, dass ich dieses Jahr anspruchsvoller geworden bin. Ich habe nichts gekauft, was ich nur „cool“ finde. Es muss mir stehen, mir passen, mir als Trägerin schmeicheln und hochqualitativ sein, dass es lang hält. Ich habe keine Lust mehr darauf, mein Geld in Kleidung zu verlieren. Da man solche Teile weniger findet, als die modischen Schnellproduktionen, kommt man dabei auch ganz günstig weg. Und wenn ich in der Umkleide stehe und ich nicht weiß, ob ich das anprobierte Teil mitnehmen soll oder nicht… Dann hänge ich es zurück. Wenn ich schon am Anfang zweifel, wird es in Zukunft nicht besser. Gerade in Bezug auf Schuhe habe ich 2013 viel mehr auf Qualität geachtet. Ein gutes Fußbett sollen sie haben, bequem sein und nirgends drücken. Drei Paar habe ich dieses Jahr von der Firma Clarks gekauft, zwei davon im Dubliner Supersonderausverkauf. Also muss mich mein Anliegen nicht so viel kosten, wie ich zuerst erwartet habe.
Hosen hab ich dieses Jahr gerne bei ebay gekauft. Da ich eh meist nur die Hosen zweier Firmen trage und da ganz genau weiß, welche Größe mir passt, geh ich da sowieso kein Risiko ein. Überraschend war die Erkenntnis, wieviele Menschen ihre Kleidung inklusive Etikett dort anbieten, da gekauft, aber nie getragen.
Klar habe ich auch Teile bei Primark gekauft (H&M und Konsorten boykottiere ich dafür schon seit Jahren), ich hab aber darauf geachtet, dass bis auf die Qualität jedoch der Rest stimmt. Zwei Teile sind leider schon seit meiner Shoppingtour im Juli kaputt gegangen, aber dank meiner Nähmaschine habe ich sie ganz fix repariert.

Zuerst habe ich überlegt, ob ich 2014 gar keine Kleidung kaufe. Alles Wichtige habe ich. Nach tagelangem Drübernachdenken fiel mir auf, dass die Kleidung schon lange nicht mehr mein Problem ist. Nachdem ich 2012 soviel alten Ballast losgeworden bin, bin ich sehr wählerisch geworden, was den Weg in unsere Wohnung findet und was nicht. Denke ich weiter darüber nach, dann denke ich, dass ich weiter meinen Kosmetikvorrat aufbrauchen kann. Hier war ich 2013 schon gut dabei, sodass ich das in 2014 auf jeden Fall weiter machen will.



Ökologisch bin ich da wohl auf dem guten Weg. Und wenn das eine Umdenken abgeschlossen ist, so geht es bekannterweise an anderer Ecke weiter: Ich finde, wir produzieren zuviel Müll! Nach einer selbstdisziplinarischen Maßnahme anfang des Jahres schmeißen wir glücklicherweise viel weniger Lebensmittel weg. Aber das Münchner Recyclingsystem finde ich doof. Papier und Restmüll kommen in die hauseigene Tonne, Glascontainer kennt man auch in NRW. Aber diese doofen Plastikcontainer. Praktischer finde ich da die Gelbe Tonne, wie in NRW. Meistens versuche ich ja, schön fleißig den Plastikmüll auch in die Tüte für den Plastikcontainer zu geben. Wenn man dann jedoch zu dem Plastikcontainer geht, hat der so einen kleinen Einwurf, dass man jedes Teil aus der Tüte einzeln einwerfen muss. Dazu bin ich zu ungeduldig. In NRW war ich noch die große Mülltrennerin, konnte mir nicht vorstellen, wie man Plastik und andere Wertstoffe in den Restmüll gibt, und jetzt? Überhaupt finde ich die weltweite Plastikproblematik jedoch sehr interessant. Seit ich meine Kosmetik selbst herstelle, hab ich hier schon gemerkt, dass ich viel weniger Plastikmüll produziere. Wenn man die Seife selbst herstellt, mit der man duscht, hat man halt nicht alle 4-6 Woche eine Duschgeltube. Im Mai habe ich Shampoo in der 1 Liter Flasche gekauft. Langsam neigt sie sich dem Ende zu. Vielleicht mache ich danach mal Solid Shampoo selbst. Und seit ich fast jedes dritte Produkt mit Kokosöl ersetzt habe (Fußcreme, Haarkur, Deo, Augenmakeupentferner, mit Teebaumöl als Anti-Pickel-Gel, Handmaske, manchmal auch als Gesichtsmaske, Teil meiner Bodylotion, Nagelcreme usw.) bot sich auch hier eine Großpackung an (und es gibt noch soviel mehr Verwendungsmöglichkeiten).



Wieso ich also verzichte? Weil ich soviel mehr dadurch gewinne. Ich bin mir bewusster, was ich tu, ich setze mich mit Dingen auseinander und kann dadurch selbstbestimmter leben. So pass ich mehr auf mich, aber auch auf andere auf (Stichwort Fair Trade).

Was nehme ich mir also für 2014 vor? Klar, den doofen Plastikmüll reduzieren und vorallendingen auch in den Container zu schmeißen. Generell will ich weiterhin ein kritischer Konsument bleiben, auch mir selbst gegenüber: „Brauch ich das wirklich?“. Ich will generell auf ökologische Reinigungsmittel umsteigen (das sollte ein Leichtes sein). Außerdem möchte ich mich mal mit Fair Trade-Kleidung anfreunden. Und die Kleidung von armedangels finde ich schonmal richtig gut! 

Alles Liebe

laReike

12.08.2012

Inspiration fürs Ausmisten - Umdenken über Konsum

Hallo ihr Lieben,

wie hat euch unsere kleine Serie zum Thema Ausmisten/Decluttering gefallen? Bei unseren letzten Posts ging es uns ausserdem darum, festzustellen, was es ist, das man tatsächlich 'braucht' und was einfach nur Raum einnimmt, aber keinen wirklichen Beitrag dazu leistet, das Leben wirklich lebenswerter zu machen; die Reduzierung auf das Essentielle.

Und dies könnte man durchaus auch als ersten Schritt in Richtung Minimalismus begreifen. Wobei natürlich Minimalismus und Ausmisten nicht das gleiche sind, sondern das eine einfach ein Teil des anderen. Und falls ihr euch durch unsere kleine Serie angesprochen gefühlt habt, so folgt hier ein bisschen Inspiration fürs weitere Ausmisten und eventuelles Umdenken... ;)


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Ich wünsche euch ein wunderbares Wochenende.

Alles Liebe
Loupita

03.08.2012

Teil 4: Das Leben danach.

Alles ausgemistet? Dann geht es dir so wie mir.

Natürlich habe ich mir auch einige Regeln für das Leben "danach" ausgedacht:
Beim Shoppen stelle ich mir folgende Fragen BEVOR ich etwas kaufe:

  1. Brauche ich das wirklich? ("Ja klar!!!")
  2. Habe ich etwas Ähnliches?
  3. Ist das Preis-Leistungs-Verhältnis in Ordnung?
  4. Was tue ich dafür weg? (Wir wollen ja nicht wieder alles zumüllen)
  5. Entspricht es dem Stil, den ich verkörpern möchte?
  6. Ist es mit meiner jetzigen Garderobe kombinierbar?
  7. Kann ich mir sowas nicht bei jemandem ausleihen?

Ja, wie ihr ahnt, ich kaufe nicht mehr viel :D

Alles Liebe
laReike

01.08.2012

Part 3: Ausmisten und wegwerfen

Am meisten Furcht bezogen auf meinen Umzug hatte ich wohl bei dem Gedanken an meine Garderobe: Ich hatte einfach viel zu viel. Da, wie im letzten Post gesagt, in meiner neuen Bleibe nicht viel Platz auf mich wartet, musste das Zeug einfach weg.

Hier einige Eindrücke:
Foto: laReike
Ja, oben seht ihr meinen ersten zögerlichen Aussortierversuch...
Foto: laReike
Bei Runde drei hab ich offensichtlich immer noch was gefunden :D


Foto: laReike
Bestandsaufnahme der Schuhe.

Die meisten besitze ich nicht mehr. Inklusive Sportschuhen, Gummistiefeln, Trekkingschuhen (berufsbedingt brauch ich sowas) und Hausschuhen sind es nun nur noch 20 Paar. Und es erleichtern einem sooo viel. Ich versteh nicht mehr, was ich meinte, so viele Schuhe haben zu müssen. Absolut sinnlos. Ganz ehrlich. Wenn man erst die Leichtigkeit des Wenigen (obwohl 20 Paar ist eine Menge, aber eben soviel weniger als vorher) spürt, weiß, dass bewusst ausgesuchte kombinierbare Sachen einen von den Lasten des Gerümpels befreit.

Für mich gibt es kein zurück mehr. Ich shoppe nicht mehr sinnlos, komme besser mit meinem Geld hin. Da die Dinge für mich mehr Nutzen erfüllen, schätze ich sie auch einfach mehr. Zwar muss ich mich manchmal noch an meine neue stark geschrumpfte Garderobe gewöhnen, aber ich liebe sie jetzt schon und habe keine Angst mehr vor dem Packen :)

Alles Liebe
laReike


30.07.2012

Teil 2: Tipps für das Ausmisten


Bild: epsos.de
Welche Ratschläge ich beim Ausmisten meiner Garderobe beherzigt habe? Einige, leider blieb, wie ihr wisst, am Schluss nicht so viel über, dafür sind diese Sachen essentiell.

Stell dir folgende Fragen bei jedem Teil:
  1. Passt es mir?
  2. Ist es nicht kaputt? Hat es auch keine Flecken? (Wenn es zu reparieren ist und du willst es behalten, setzte dir eine zeitliche Grenze. Hat man es nicht innerhalb einer Woche zum Schuster/Schneider gebracht oder selbst repariert - weg damit!)
  3. Steht mir die Farbe?
  4. Betont das Kleidungsstück mich als Person oder trage ich das Kleidungsstück, weil ich es schön finde, obwohl es mir nicht schmeichelt?
  5. Entspricht das Kleidungsstück dem Stil, den ich tragen/verkörpern möchte?
  6. Habe ich schon ein ähnliches Teil?
Wenn du aussortieren willst, rate ich nicht, wie die meisten, alles erst einmal den kompletten Schrank auszuräumen. Oft überschätzt man die Arbeit, man hört auf und alles liegt auf dem Bett oder Boden.
Ich habe meine Kommode und meinen Schrank Fach für Fach aussortiert. Dabei habe ich mir bei jedem Teil die obigen Fragen gestellt. Hatte ich an dem Tag keine Lust mehr (manchmal wurde es schon frustrierend, ich hoffe, Loupita verrät nichts über mein "Darf ich überhaupt noch was behalten?"-Verhalten :D), konnte ich die Sachen, die ich behalten möchte zurücklegen und das was weg sollte, kam in eine Mülltüte und gut war.

Alles Liebe
laReike

28.07.2012

Part 1: Tipps fürs Verkaufen!

Wie Loupita im letzten Post schon gesagt hatte: Wir ziehen beide unabhängig von einander um, aber nicht ohne einander :D

Zusammen haben wir schon viele unserer Sachen aussortiert und verkauft. Klar, Ebay kennt jeder. Oftmals lohnt es sich aber nicht, gut erhaltene Bücher etc. einzeln einzustellen, also schnürrten Loupita und ich zwei große Pakete mit CDs, DVDs und Büchern, die wir mit Hilfe von Rückkaufpreise schnell verkauft haben.

Meinen ganz alten Laptop wollte ich auch nicht gerne in die neue Heimat mitnehmen. Wohin? Zu WirKaufens. Es hat super geklappt, die Daten werden professionell gelöscht und ich musste eigentlich nur meine Daten, die ich behalten wollte runterziehen (klar, alles Private weg, Programme hab ich auch deinstalliert) und brauchte mir keine Gedanken machen, dass jemand meine Daten wiederherstellen kann. Innerhalb von 10 Tagen hatte ich das Geld auf meinem Konto. Einfach super!

Über ebay-Kleinanzeigen hab ich innerhalb von Tagen Küche und Schlafzimmer verkauft gehabt. So einfach kann  es sein.

Man könnte es fast meinen, aber nein, in meiner Wohnung sind immer noch so viele Sachen. Da ich in meiner zukünftigen Bleibe weniger Platz habe, wird weiterhin alles ungeliebte verkauft und aussortiert.

Viel Inspiration geben mir dabei The Minimalists. Wie schön ist bitte Joshua Fields Millburns Apartment? Bei dem Post hab ich mir übrigens vorgenommen nur noch weiße Handtücher zu kaufen :D

Das Schöne am Verkaufen: Das Geld tröstet über den Verlust hinweg. Ich bin von zwei Fernseher auf keinen runter, es ist aber eigentlich viel angenehmer als mit....

Alles Liebe
laReike


26.07.2012

Das große Ausmisten

Hallo ihr Lieben,

wie ihr sicherlich bemerkt habt, war es in der letzten Zeit auf unserem Blog sehr ruhig. Das liegt daran, dass laReike und ich beide bald umziehen und vorher noch einiges zu organisieren ist.

Momentan befinden wir uns noch in Phase 1, dem großen Ausmisten, und werden bald von unseren Erfahrungen berichten und euch Tipps fürs Ausmisten geben. :)

Bild: blick.ch
Alles Liebe
Loupita